Montag, 13. Oktober 2014

Around the World Blog-Hop

Wer bin ich

Mein Name ist Elke, und ich bin in der Mitte des vorigen Jahrhunderts in Berlin -Friedenau geboren. Als ich 21 wurde  hatte ich das Gefühl in die Welt hinaus  gehen zu müssen, denn damals war man durch die furchtbare Mauer in Berlin doch recht eingeschränkt. Meine Reise hat mich aber nur bis Bremen gebracht, dort habe ich als Sekretärin gearbeitet, und bei einem abendlichen Discobesuch meinen Mann kennengelernt. 1972 haben wir geheiratet und sind zusammen in ein Dorf in der Nähe von Bremen  gezogen. Wir haben eine Tochter und einen Sohn. Beide wohnen nicht mehr zu Hause. Inzwischen haben wir durch unsere Tochter auch zwei Enkelkinder, die wir leider viel zu selten sehen, da alle Kinder weit von uns entfernt wohnen.
Als die Kinder geboren wurden hatte ich mit meiner Bürotätigkeit aufgehört. Irgendetwas fehlte mir aber. Unser Pastor fragte an, ob ich nicht Orgel spielen wolle (es war eine sogenannte Schnapsidee bei einem Chorfest). Klar wollte ich. Für Schnapsideen bin ich sehr empfänglich. (Siehe Nearly Insane und Baby Jane) Nahm Orgelunterricht und bin jetzt seit 15 Jahren als Organistin tätig am Sonntag und zu Freud und Leid.


Wie bin ich zum Patchwork gekommen

Ich besuchte 1995 mal wieder  meine Mutter in Berlin und streifte dort gerne durch die Buchhandlungen. Da sah ich ein kleines Büchlein mit einem Quilt darauf. Damals wusste ich noch garnicht was das war. Ich habe den Namen der Autorin vergessen, und das Büchlein habe ich auch nicht mehr, aber den Quilt.
Dies war mein erster Quilt. Genäht auf einer ganz einfachen Maschine mit Gardinenstoffen, Chintzstoffen und einfachen Stoffen aus der Stoffabteilung eines Kaufhauses, mit gebastelten Pappschablonen und einer Schere.
Ja, und so sah dann das "Quilten" aus. Völlig ahnungslos mit großen Vorstichen habe ich die 3 Stofflagen mit Perlgarn zusammengehalten.
Früher hatte ich viel gestrickt, aber nur dieser Socken meiner Tochter ist noch da. Den zweiten haben wir nie wieder gefunden. Wahrscheinlich hat ihn die Waschmaschine gefressen.
Nach meinem ersten Quilt hatte ich Blut geleckt. Ich meldete mich bei der Patchworkgilde an, kaufte Bücher und wurde immer mutiger. Dieser Quilt ist komplett aus Seide. Es war mein zweiter. Warum einfach, wenn es auch schwierig geht.
Richtig viel genäht habe ich erst, als ich die Quiltfriends  entdeckte. Ich war nicht mehr alleine mit meiner Näherei bzw. der Sammelleidenschaft von Stoffen, Büchern und Zubehör.
Wir haben zusammen den Nearly Insane genäht. Das war ein Projekt über mehrere Jahre, denn zwischendurch gab es immer andere Begehrlichkeiten. Nachdem dieses Großprojekt fertig war habe ich mich an den Baby Jane gewagt.
An Jane habe ich mich dann auch 4 Jahre aufgehalten. Nun hängt er. Aber mir fehlen diese kleinen Blöcke in den Abendstunden, daher werde ich noch in diesem Jahr mit den Quilted Diamonds beginnen.
Einen Probeblock habe ich schon mal genäht.

Wie läuft der kreative Prozess ab

Meine Kreativität besteht eigentlich darin, dass ich irgendwo, ob in Ausstellungen, Büchern, Zeitschriften oder Internet etwas sehe, was mich beeindruckt. Ich habe kein Designer-Gen geerbt, bin eigentlich ein Nachnäher, allerdings setze ich es gerne in meinen Farben um.


Woran ich gerade arbeit

An vielen Dingen gleichzeitig. Der Quilt aus dem vorigen Post für meine Enkeltochter muss gequiltet werden, für den Antique Wedding Sampler fehlen noch 5 Blöcke , für den "Route 66" müssen noch einige Hexagone zusammengefügt werden. Dann quilte ich gerade mit der Hand meinen Irish Chain. Ja und dann..........habe ich noch mindestens 100 im Kopf, und ein paar Ufos.

Ich könnte noch einen abendfüllenden Roman schreiben und hoffe, es war nicht zu langweilig. Aber was ist schon Langeweile, die kennen wir doch nicht.
Nur für den nächsten Blog-Hop hat sich noch niemand zur Verfügung gestellt.

Nun wünsche ich euch  noch viel Freude bei allem was ihr mit euren Händen erschafft.

Elke

Kommentare:

  1. Das mit dem fehlenden Designer-Gen kenne ich, liebe Elke, mir geht es da wie dir, dafür bin ich völlig unmusikalisch und treffe keinen Ton und kann kein Instrument.
    Ich hätte auch noch viel weiter gelesen, ist richtig kurzweilig, die zuzu"hören". Danke für den Einblick und die Fotos deiner vielen Projekte. Du hast dir ja für den Anfang immer schön die schwierigsten Stoffe rausgesucht ;-))
    lg
    Iris

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  2. Liebe Elke,
    es hat großen Spaß gemacht Deine PW- Geschichte zu lesen ;-) Toll, das Du noch eine Socke aus Deiner Strickzeit besitzt!!!!
    Deine Arbeiten gefallen mir sehr. Danke, das Du Dir die Mühe gemacht hast und uns einen Einblick gewährt hast.
    LG Anke

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  3. Liebe Elke,
    was für eine interessante Geschichte und du hast schon so wunder-wunder-schöne Quilts genäht. Richtig tolle Klassiker und in so harmonischen und schönen Farben und Stoffen. Was schön dich auf deiner PW-Reise zu begleiten.
    L.G.
    sigisart

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  4. Das war ja jetzt sehr interessant! Schön geschrieben.

    Nana

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  5. Liebe Anke,
    eine toal interessante sogar etwas spannende Geschichte, so konnte sogar ich noch etwas mehr von Dir und Deinem Patworkleben erfahren.
    Beeindruckt bin ich von Deinen ersten Quilts, gleich mit so schwierigen Stoffen und Schablonen und Schere anzufangen, einfach toll.
    Die Socke mußt Du in Ehren halten.
    Ich freue mich jetzt schon auf weitere schöne Arbeiten von Dir.

    LG Uta

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  6. Liebe Elke,
    danke für den netten Bericht.
    Du hast ein paar der schönsten Quilts bereits genäht. Dafür beneide ich Dich. Mir gefallen deine Farbzusammenstellungen sehr gut. Viel Spaß bei dem Quilted Diamonds.
    Liebe Grüßle,
    Sylvia

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